Verbraucherschutz

Was tut die InphA für den Verbraucherschutz?

Die Arzneimitteluntersuchung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die InphA erfüllt diese Kontrollfunktion als amtliches Arzneimitteluntersuchungslabor jeden Tag für die sechs Bundesländer Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein. Die wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter der InphA untersuchen seit 1995 die von den Arzneimittelüberwachungsbehörden eingesandten Proben und tragen dadurch zur Sicherung einer einwandfreien Qualität der in Verkehr befindlichen Arzneimittel und zum Schutz der Verbraucher bei. Die Mitarbeiter der InphA sind der Überzeugung, dass jeder Verbraucher in Deutschland das Recht auf qualitativ hochwertige Arzneimittel hat.

Wie steht es mit der Unabhängigkeit?

Entscheidend für die Arbeit im Verbraucherschutz ist die absolute Unabhängigkeit und Neutralität der mit der Beurteilung der Qualität betrauten Personen. Dazu erklärt der Institutsleiter Dr. Konrad Horn:

“Wir prüfen im Verkehr befindliche Arzneimittel auf deren Zusammensetzung und ordnungsgemäße Qualität. Dabei ist Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie die entscheidende Voraussetzung. Es geht um die Unabhängigkeit von jenen Unternehmen, deren Medikamente wir im Auftrag der sechs Bundesländer analysieren. Diese Unabhängigkeit wird durch unsere Finanzierung aus öffentlichen Mitteln gewährleistet, sie ist festgeschriebener Bestandteil unseres Gesellschaftsvertrages. Alles andere würde zu einem Interessenkonflikt führen und unserem Anspruch an eine unbeeinflusste pharmazeutische Analytik widersprechen.“

Was ergeben die Untersuchungen?

In den vielen Jahren ihrer Tätigkeit hat die InphA festgestellt, dass sich die Qualität von Arzneimitteln im legalen und im illegalen Arzneimittelmarkt deutlich unterscheidet. Dies wird nachfolgend näher erläutert. Der Anstieg der Anzahl an Proben aus dem illegalen Arzneimittelmarkt steht in einem eindeutigen Zusammenhang mit der immer weiteren Verbreitung des Internets.
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind vertraulich und werden nur den Auftraggebern mitgeteilt. Diese ergreifen je nach Untersuchungsanlass die erforderlichen Maßnahmen.

Legaler Arzneimittelmarkt

Grundsätzlich kann die Aussage getroffen werden, dass die in Deutschland legal im Verkehr befindlichen Arzneimittel von einer sehr hohen Qualität sind. Soweit im Einzelfall auffällige Untersuchungsergebnisse erzielt werden, werden diese von der zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörde weiter verfolgt.

Verbraucherschutz

Illegaler Arzneimittelmarkt

Ganz anders sind die Erkenntnisse der InphA im illegalen Arzneimittelmarkt. Ein großer Teil der illegal z.B. über das Internet vertriebenen Arzneimittel weist zum Teil erhebliche Qualitätsmängel auf. Teilweise liegen gefälschte Arzneimittel vor, die keinen, den falschen, zu wenig, zu viel oder verunreinigten Wirkstoff enthalten. Häufig enthalten als rein pflanzlich beworbene Arzneimittel anstelle oder zusätzlich zu den pflanzlichen Arzneistoffen nicht auf der Verpackung deklarierte hochwirksame Arzneistoffe.
Egal, ob man bei fragwürdigen Internetvertreibern, unter dem Ladentisch, vom Trainingspartner im Fitnessstudio oder im Urlaub Arzneimittel erwirbt, es besteht immer die Gefahr, dass man qualitätsgeminderte oder gar gesundheitsschädigende Arzneimittel zu sich nimmt. Da wundert es nicht, dass immer wieder sogar über Todesfälle aufgrund der Einnahme solcher Präparate berichtet wird.

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